Bund unterstützt Ausbau der Hafeninfra- und Hafensuprastruktur massiv
13.11.2025
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat heute (13. November 2025) in seiner Bereinigungssitzung rund 1,35 Milliarden Euro für die Verwirklichung einer leistungsfähigen, militärisch nutzbaren Hafeninfra- und Hafensuprastruktur in Bremerhaven in Aussicht gestellt. Konkret ist das Geld für den Ausbau Bremerhavens zu einem maritimen Logistik-Hub vorgesehen, um den wachsenden Anforderungen der Nato und des Operationsplans Deutschland gerecht zu werden.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte: „Das ist die mit Abstand höchste Förderung, die der Bund jemals für ein Projekt im Land Bremen bereitgestellt habe. Ich danke allen, die dieses Vorhaben in den vergangenen Wochen und Monaten auf den Weg gebracht und unterstützt haben – namentlich Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sowie den Bundestagsabgeordneten Uwe Schmidt, Thomas Röwekamp und Andreas Mattfeldt sowie der BLG. Dass wir die Förderung für Bremerhaven sichern konnten, verdanken wir einem Alle-Mann-Manöver im besten bremischen Sinne. Jetzt zahlt sich aus, dass wir aus Bremen immer wieder auf die strategische Bedeutung unserer Häfen für ganz Deutschland hingewiesen haben.“

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation: „Wir haben uns über viele Jahre intensiv dafür eingesetzt, dass der Bund seine Verantwortung für die deutschen Seehäfen stärker wahrnimmt. Dass dieser Schritt nun erfolgt, ist eine wichtige Bestätigung dieses Engagements. Der Bund zeigt damit, dass er die nationale Bedeutung unserer Häfen für ganz Deutschland anerkennt. Diese Entscheidung eröffnet neue Möglichkeiten für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Hafeninfrastruktur, um die Häfen für die aktuellen und künftigen Herausforderungen unserer Zeit zu stärken. Für Bremen und Bremerhaven ist dies eine weitreichende Entscheidung, die es uns erlaubt, die Häfen weiterhin als leistungsfähige und moderne Standorte zu gestalten. Wir werden diese Chance nutzen und bedanken uns bei allen Unterstützern.“

In den kommenden Wochen müssen jetzt zwischen dem Land, dem Verteidigungsministerium und der Bundeswehr die Rahmenbedingungen der Förderung abgestimmt und die konkreten Maßnahmen definiert werden.
Dazu ist die Senatskanzlei gemeinsam mit der Senatorin für Wirtschaft, Hafen und Transformation bereits seit einiger Zeit mit den zuständigen Stellen im Bund im Austausch, um die erforderlichen Arbeitsstrukturen festzulegen, damit schon im kommenden Jahr mit dem Inkrafttreten des Bundeshaushaltes 2026 das erste Geld in den Ausbau der Hafeninfrastruktur in Bremerhaven fließen kann. Angesichts der geostrategischen Position und Bedeutung des Standorts handelt es sich um eines der größten Vorhaben zivil-militärischer Kooperation in Deutschland.
