Neue Mülltonnen, das Aus für den Gelben Sack und Neuerungen bei der Entsorgung von Elektroschrott kommen auf viele Bürger im neuen Jahr zu.
Zum Jahreswechsel stehen einige Änderungen an – auch beim Müll. Einige Verbraucher müssen sich vom Gelben Sack verabschieden, andere bekommen eine neue Mülltonne mit Chip-Technologie. Doch für alle gibt es Änderungen beim Elektroschrott.
Änderungen beim Elektroschrott
Ab dem 1. Januar 2026 müssen Sammel- und Rücknahmestellen für Elektroaltgeräte klar gekennzeichnet werden. Bei der Kennzeichnung handelt es sich um ein bundesweit einheitliches Symbol „Elektrogeräte-Rücknahme“. Es besteht aus einem grünen Stecker, umrandet von zwei kreisförmig angeordneten Pfeilen. Das Symbol ähnelt etwa dem Grünen Punkt.
Das Label existiert bereits seit mehreren Jahren, doch nicht jede Sammelstelle nutzt es. Dies soll sich nun ändern. Denn spätestens bis zum 30. Juni 2026 müssen Händler – inklusive Onlineshops – das Label gut sichtbar anbringen.
Geschultes Personal ist für E-Schrott zuständig
Darüber hinaus gibt es Neuerungen bei der Altgeräte-Entsorgung an kommunalen Sammelstellen. Künftig darf nur noch geschultes Personal den E-Schrott einsortieren. Grund ist eine jetzt eingeführte Gruppierung. Altgeräte werden in drei Kategorien unterteilt: 2, 3 und 5. Dadurch soll unter anderem die Brand- und Explosionsgefahr, die insbesondere bei batteriebetriebenen Geräten besteht, reduziert werden.
E-Zigaretten entsorgen
Eine weitere Neuerung ist, dass ausgediente E-Zigaretten künftig auch dort entsorgt werden können, wo sie angeboten werden. So müssen etwa Kioskbesitzer die Geräte künftig zurücknehmen. Selbst dann, wenn keine neuen E-Zigaretten gekauft werden. Die Entsorgung muss dabei kostenlos sein und betrifft sowohl Einweg- als auch Mehrweg-E-Zigaretten.
Gelber Sack hat ausgedient
Einige Haushalte in Deutschland müssen sich auf Änderungen bei der Müllentsorgung einstellen. So haben einige Kommunen und Gemeinden beschlossen, den Gelben Sack abzuschaffen. Stattdessen soll der Verpackungsmüll künftig über die Gelbe Tonne entsorgt werden. Betroffen von der Neuerung sind unter anderem Teile von Wiesbaden, Bochum, Dessau-Roßlau und Lüneburg. Hier kann es dann auch sein, dass die Abholung des Verpackungsmülls nur noch alle zwei Wochen und nicht mehr wöchentlich erfolgt.
Hintergrund ist unter anderem, dass die Gelbe Tonne als umweltfreundlicher gilt, da sie Witterungseinflüssen besser standhält. Zudem kommt es immer wieder vor, dass wildlebende Tiere die Säcke aufreißen, um dort nach Essensresten zu suchen. Die Folge ist Müll, der vom Wind in der Umgebung verteilt wird.
Wer noch ungenutzte Gelbe-Sack-Mülltüten hat, kann diese umfunktionieren und darin etwa Kleidung für den Altkleidercontainer oder seinen Restmüll sammeln. Die Säcke müssen dann natürlich ihrem Inhalt entsprechend entsorgt werden.
Mülltonnen mit Überwachungs-Chips
In einigen Regionen werden Ende 2025/Anfang 2026 bestehende Mülltonnen gegen neue getauscht. Diese sind dann mit einer Chip-Technologie ausgestattet. Diese beinhaltet je nach Region verschiedene Informationen – in der Regel jedoch nur eine Identifikationsnummer, mit der die Tonne ihrem Besitzer zugeordnet werden kann. Personaldaten oder Informationen zum Tonneninhalt sind laut Entsorgungsunternehmen nicht gespeichert. Bei der Entleerung scannen die Müllwerker dann den Chip. Anhand dieser Informationen können sie sodann ihre Touren besser planen. So kann es durchaus vorkommen, dass in einigen Stadtgebieten die Tonnen häufiger beziehungsweise seltener geleert werden.
Betroffen von der Neuerung sind etwa Teile Bochums, Heilbronns oder Waiblingens.
