Die Methoden von Kriminellen sind so raffiniert geworden, dass niemand mehr vor Betrug gefeit ist. Wir klären über gängige und neue Maschen auf.
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Vorsicht vor dieser Nachricht: Betrüger übernehmen WhatsApp-Konten
Update vom 7. November: Eine harmlos wirkende Bitte um Hilfe entpuppt sich als Falle: Nutzerinnen und Nutzer erhalten über WhatsApp Nachrichten, in denen sie gebeten werden, bei einer Abstimmung die Tochter einer angeblichen Freundin zu wählen. Als Hauptgewinn gebe es für diese Tochter ein „kostenloses Stipendium“ als Nachwuchstänzerin. Doch hinter dieser scheinbar harmlosen Bitte verbirgt sich eine perfide Betrugsmasche.
Laut „Watchlist Internet“ nutzen Kriminelle bereits gekaperte WhatsApp-Konten, um weitere Opfer anzulocken. Die Nachrichten wirken oftmals glaubwürdig, da sie scheinbar von Personen aus dem eigenen Bekanntenkreis stammen.
Der Text der betrügerischen Nachricht lautet dabei etwa wie folgt: „Hallo, bitte stimme für Emma in dieser Umfrage. Das ist die Tochter meiner Freundin. Der Hauptpreis ist ein kostenloses Stipendium für das nächste Jahr. Das ist sehr wichtig für sie. Danke!“
So funktioniert die Masche:
- Nachricht: WhatsApp-Nutzer erhalten die oben genannte Nachricht samt Link zu einer angeblichen Abstimmung.
- Abstimmung: Nach dem Klick auf den Link gelangen sie auf eine Website, die zwei junge Tänzerinnen zur Auswahl stellt. Logos echter Modelagenturen und Fashion-Marken sollen dabei Seriosität vortäuschen.
- Telefonnummer: Wer seine Stimme abgeben möchte, muss zunächst seine Telefonnummer preisgeben – angeblich aus Sicherheitsgründen.
- Code: Anschließend erscheint ein Code zusammen mit einer Anweisung: Nutzer sollen in den WhatsApp-Einstellungen „Verbundene Geräte“ auswählen und den Code dort eingeben.
Genau hier liegt die Falle: Durch diese Verbindung erlangen die Kriminellen vollständigen Zugang zum WhatsApp-Konto ihrer Opfer und können es missbrauchen.
Erste Hilfe bei gehacktem WhatsApp-Konto
Wer bemerkt, dass sein WhatsApp-Konto übernommen wurde, sollte schnell handeln. Zunächst gilt es, wichtige Kontakte über alternative Kommunikationswege zu informieren, damit diese auf verdächtige Nachrichten richtig reagieren können.
Der WhatsApp-Hilfebereich bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Wiedererlangung gehackter Konten. Zusätzlich wird empfohlen, Anzeige bei der Polizei zu erstatten, damit die Behörden gegen die betrügerischen Aktivitäten ermitteln können.
Update vom 6. November: Die Polizei in Ostfriesland warnt aktuell vor Betrügern, die vermeintlich günstige Asphalt- und Pflasterarbeiten anbieten. Es gebe vermehrt Hinweise darauf, dass zurzeit im Landkreis Wittmund reisende Tätergruppen mit einer entsprechenden Betrugsmasche unterwegs seien, teilte die Polizeiinspektion Aurich mit.
„Die Täter treten meist sehr überzeugend auf, drängen zu schnellen Entscheidungen und verlangen häufig Bargeld oder Vorauszahlungen“, teilt die Polizei weiter mit. Häufig handele es sich bei solchen Angeboten um Betrugsversuche oder um mangelhafte Arbeiten, die später zu erheblichen Folgekosten führen könnten.
Wie sich Bürger schützen können
Auch wenn die Betrugsversuche momentan noch lokal begrenzt sind, hat sich in der Vergangenheit häufig gezeigt, dass sich „erfolgreiche“ Maschen schnell ausbreiten können. Anwohnerinnen und Anwohnern sollten daher Folgendes beachten:
- Misstrauisch gegenüber spontanen Handwerkerangeboten an der Haustür sein
- Keine Vorauszahlungen leisten, ohne ein Angebot geprüft zu haben
- Sich nicht unter Druck setzen lassen
- Ältere Angehörige und Nachbarn ansprechen, die Ziel solcher Betrugsversuche sein könnten
- Sich Kennzeichen und Beschreibungen verdächtiger Fahrzeuge und Personen zu notieren
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Vorsicht vor neuer Betrugsmasche von angeblichen Lotto-Mitarbeitern
Update vom 4. November: Lotto Bremen warnt vor Betrugsanrufen. Derzeit würden verstärkt Haushalte in der Hansestadt von Anrufern kontaktiert, die sich als Lotto-Mitarbeiter ausgeben und nach persönlichen Daten fragen, teilte das Unternehmen mit. Abgefragt würden etwa Adress- und Kontodaten für die angebliche Verlängerung eines Abos.
Das Unternehmen weist darauf hin, dass Lotto-Mitarbeiter grundsätzlich keinen telefonischen Kontakt zu Privatpersonen aufnehmen, um diese zum Abschluss eines Spielvertrages zu bewegen oder persönliche Daten abzugleichen. Es empfiehlt, generell keine Daten am Telefon preiszugeben und das Gespräch im Zweifelsfall zu beenden.
