Hochkarätige Stars mit vielfältigen Programmen Ausblick auf die Eigenveranstaltungen der Glocke in der Saison 2026/27

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Archivaufnahme

Die Glocke, Bremens an der Domsheide gelegenes traditionsreiches Konzerthaus im Art
déco-Stil, kann für das abgelaufene Geschäftsjahr eine positive Bilanz vermelden: „Für das
Jahr 2025 konnte die Glocke 334 Veranstaltungen (gegenüber 330 in 2024) mit 193.260 Besucher*innen (gegenüber 186.967 in 2024) verzeichnen“, erklärt Glocke-Geschäftsführer Jörg
Ehntholt. „Für das erste Halbjahr 2026 hat sich bis zur anstehenden Sommerpause Ende Juni
gegenüber dem Vorjahr die Veranstaltungszahl von 179 auf 186 Veranstaltungen erhöht und
beim Publikumszuspruch können wir aktuell rund 100.000 Besucher*innen vermelden. Diese
Zahlen zeigen, dass sich das Veranstaltungsgeschäft seit dem Ende der Corona-Pandemie
wieder stabilisiert hat und die Glocke damit einmal mehr ihrem Ruf als eine der bestbesuchten
Kulturinstitutionen im gesamten Nordwesten gerecht wird“, so Ehntholt weiter. „Neben unserer
Hauptrolle als Konzerthausbetreiber sind unsere gestalterischen Spielräume als Veranstalter
aufgrund überschaubarer Budgets nur begrenzt, dafür ist bei unserer Programmplanung die
Qualität oberster Maßstab. Wir sind daher sehr zufrieden, dass es erneut gelungen ist, klangvolle Namen für unsere Reihen zu gewinnen, die das Programmangebot im Haus um attraktive
Facetten bereichern“, erklärt Ehntholt zur Vorstellung der hauseigenen Veranstaltungen für
die Saison 2026/27.
Die Reihe GLOCKE Vokal, die seit über 25 Jahren für Gesangskunst vom Feinsten steht,
wartet nach dem Bremen-Debüt im November 2024 erneut mit dem wohl berühmtesten und
gefragtesten Tenor unserer Tage auf: Jonas Kaufmann. Nach „Viva Puccini“ kehrt er nun
zurück, um dieses Mal dem zweiten Großmeister der italienischen Oper zu huldigen: Giuseppe
Verdi. Mit seiner ausdrucksstarken Gestaltungskraft und seinem Tenor voll dunkel-timbriertem
Schmelz ist Jonas Kaufmann wie geschaffen für die tiefgründigen Charaktere und ihre Konflikte in Verdis Opern. An seiner Seite hat er die ebenfalls an den international renommierten
Opernhäusern gefragte lettische Sopranistin Marina Rebeka. Zusammen mit der Deutschen
Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Jochen Rieder präsentieren die
beiden am Donnerstag, 18. März 2027, das Programm „Tutto Verdi“, eine Gala mit den
schönsten Arien und Szenen aus berühmten Opern wie „La forza del destino“, „Un ballo in
maschera“, „Aida“, „Don Carlos“ und „Otello“.
Die Reihe GLOCKE Spezial vereint das große Spektrum der Welt der Unterhaltung im besten
Sinne des Wortes mit Programmen quer durch verschiedene Gattungen, Genres und Kulturkreise. Das erste Gastspiel am Freitag, 13. November, gestaltet Sängerin und Schauspielerin
Meret Becker. Zusammen mit Pianist Dietmar Loeffler, Cellistin Marie-Claire Schlameus
und Akkordeonist Uwe Steger präsentiert sie das Programm „Nachtblau – Chanson für eine

Abwesende“. Im Mittelpunkt steht dabei die französische Künstlerin Barbara (1930-1997),
neben Edith Piaf und Juliette Gréco eine der großen Ikonen des französischen Chansons. Sie
war die erste Frau, die sich ihre eigenen Lieder schrieb und damit in den 1960er Jahren die
Domäne männlicher Chanson-Autoren durchbrach. Im Wechsel zwischen Französisch und
Deutsch, zwischen Gesang und lockeren Conférencen beleuchtet Meret Becker das Leben
von Barbara und präsentiert Chansons, die ans Herz gehen, von Schicksalsschlägen erzählen
oder Hoffnung geben. Am Mittwoch, 14. April 2027, steht das Glocke-Debüt von Ólafur Arnalds an. Der isländische Künstler, Komponist und Produzent Ólafur Arnalds kreiert mit seinem Mix aus Neoklassik, Minimal Music, Elektronik und Ambient feinfühlige Soundlandschaften voller meditativ-atmosphärischer Dichte. Sein neues Projekt „Falling Apart Together“
kündigt er als Grenzen sprengendes Hybridkonzert an. Es verbindet nicht nur neues Material
mit Höhepunkten aus seinem Repertoire, sondern verspricht ein intimes, immersives Erlebnis,
mit dem der Künstler die emotionale Distanz zwischen den Menschen abbauen möchte.
Den Start der GLOCKE JAZZnights in die neue Saison markiert am Samstag, 24. Oktober,
das Haus-Debüt von Dominique Fils-Aimé. Die kanadische Singer-Songwriterin mit haitianischen Wurzeln nimmt Jazz, Soul, Folk und Blues als Basis, um sie mit Einflüssen aus anderen
Stilrichtungen wie Indie-Pop eigenständig weiterzuentwickeln. Bekannt ist sie für ihre voluminöse Stimme und ihr gesellschaftlich engagiertes Songwriting, mit dem sie verschiedene Aspekte der afroamerikanischen Musikgeschichte beleuchtet. Ihr aktuelles Studioalbum „My
World Is The Sun“ thematisiert ihre enge Verbundenheit zur Natur, zur Familie und zu Werten
wie Freiheit, Offenheit und Echtheit. Am Mittwoch, 10. März 2027, folgt ein weiteres GlockeDebüt mit dem Gastspiel der US-amerikanischen Sängerin Stella Cole. Schon als Kleinkind
vernarrt in die großen Filmmusicals wie „The Wizard of Oz“ oder „Singin’ in the Rain“, ist sie
dieser Liebe zu daraus hervorgegangenen Klassikern des Great American Songbook treu geblieben. Inspiriert von Ikonen wie Judy Garland und Barbra Streisand verleiht sie ihren Interpretationen von Hits aus Broadway-Musicals und Hollywood-Filmen sowie Jazz-Standards
ihre ganz eigene Note. Mit über 1,5 Millionen Followern auf Social Media bringt die junge
Künstlerin diese Klassiker nun auch einer neuen Generation näher. Der 2025 mit dem WDR
Jazzpreis ausgezeichnete junge Pianist Simon Oslender hat in der Glocke bereits an der
Seite von Wolfgang Haffner oder Thomas Quasthoff begeistert. Am Dienstag, 6. April 2027,
kehrt er mit einer hochkarätigen Quartettbesetzung zurück. Schlagzeuger Steve Gadd wurde
bekannt als Sideman von Steely Dan, Eric Clapton, Paul Simon oder Chick Corea, Will Lee
wiederum sorgte bei Chaka Khan, den Brecker Brothers oder George Benson für das kreative
Fundament am Bass und Gitarrist Bruno Müller hat bereits an der Seite von Till Brönner, Joe
Sample oder Nils Landgren brilliert. Mit Anleihen aus R&B, Blues, Funk, Soul und Gospel
verspricht das Quartett im Rahmen seiner „True Story Tour 2027“ eine Sternstunde des
Jazzrocks. Das letzte JAZZnight-Konzert der Saison am Freitag, 18. Juni 2027, ist ein Tribut
an das Esbjörn Svensson Trio, kurz e.s.t., welches eine der einflussreichsten Formationen

im europäischen Jazz der 2000er Jahre war. Diese Erfolgsgeschichte fand 2008 mit dem
plötzlichen Tod von Esbjörn Svensson durch einen Tauchunfall ein tragisches Ende. Magnus
Öström und Dan Berglund, die ehemalige Rhythmusfraktion von e.s.t., versammeln für ihre
Hommage nun Freunde und Weggefährten aus der skandinavischen Jazzszene um sich: Saxofonist Magnus Lindgren, Gitarrist Ulf Wakenius, Pianist Joel Lyssarides und Trompeter
Verneri Pohjola. Zusammen erweckt das Sextett mit Respekt vor dem Original eine Auswahl
von Kompositionen aus dem e.s.t.-Repertoire mit eigenen musikalischen Ideen zu neuem Leben.
Komplettiert wird das Programmangebot um das GLOCKE Sonderkonzert mit dem International Youth Symphony Orchestra Bremen am Sontag, 18. Oktober 2026. Auf Einladung
der Musikschule Bremen formieren sich dazu bereits zum 26. Mal Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters Bremen mit jungen Musiker*innen aus aller Welt zu einem Klangkörper auf
Zeit. Unter der Leitung von Martin Lentz stehen das Konzert für Klarinette, Viola und Orchester
von Max Bruch (Solist*innen: Ilva Bāliņa/Viola und Filip Hovland/Klarinette) und die Sinfonie
Nr. 5 d-Moll von Dmitri Schostakowitsch auf dem Programm.
Die Musikvermittlungsabteilung „Musik im Ohr“ bietet zahlreiche Veranstaltungsformate für
Groß und Klein – zum Hören und Entdecken, Erleben und Mitmachen. Die verschiedenen
Reihen für unterschiedlichste Altersgruppen bieten Angebote, um unabhängig von Herkunft,
Sozialisation und Bildung die Ohren und die Sinne zu öffnen und das Interesse und die Sensibilität

für Musik zu wecken und gezielt zu fördern. Das Kennenlernen von Instrumenten, das
Singen und Musizieren gehören ebenso dazu wie das Eintauchen in spannende Geschichten
aus der Welt der Musik oder Einblicke in den Konzerthausbetrieb. Zum Angebot zählen die
beliebten Sitzkissenkonzerte (für Erwachsene und Babys im Alter von 0-18 Monaten) und
Sockenkonzerte (für Erwachsene und Kleinkinder im Alter von 1,5-3 Jahren) genauso wie
die Familienkonzerte und die Ohrwurm-Konzerteinführungen für Erwachsene und Kinder
sowie eine Lesung mit Musik des am 14. Juli neu erscheinenden Kinderbuchs „Ein Ritter
namens Rost – Blech und Schwefel“ von Jörg Hilbert. Komplettiert wird die breite Palette durch
zwei Ferienprogramme („Klang-Malerei“ in Kooperation mit der Kunsthalle Bremen und

„Musikalische Botschaften – Worte werden Klänge“ in Kooperation mit dem Martinsclub Bremen)
sowie durch das Format GLOCKE ImPuls, dessen „Konzert in Bewegung“ mit dem Kammerensemble

Konsonanz ein inklusives Konzerterlebnis für Alle mit Moderation in Einfacher
Sprache bietet.
Der Kartenvorverkauf für alle Veranstaltungen läuft ab sofort (Ticket-Service in der Glocke,
Mo-Fr 12-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr, Tel. 0421 / 33 66 99 Mo-Fr 16-18 Uhr und Sa 11-14 Uhr sowie
im Webshop unter www.glocke.de).

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