Die Einsparungen kommen und fallen jetzt auch über die öffentlich Rechtlichen

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Wie vermutet hat die AFD in Sachsen-Anhalt die Landtagswahl  mit 44% gewonnen vor der CDU die nur 17 % Prozent an Stimmen auf sich vereinigen kann. Alleine das ihnen über 82000 Wahlberechtigte den Rücken gekehrt haben wird die CDU nun kleinere Brötchen baken.

Die AFD will wenn sie den Ministerpräsidenten stellen werden ihre erste Amtsentscheidung auf dem Weg bringen. Der Rundfunkstaatsvertrag wird gekündigt !

Nun der erste Schritt wird bereits getätigt bei ARD

Die ARD betreibt derzeit (über ihre neun regionalen Landesrundfunkanstalten) 69 Radiosender und ist an insgesamt 17 Fernsehsendern beteiligt.
Diese Zahlen teilen sich genauer wie folgt auf:
📺 Fernsehsender (17 Sender)
Die ARD strahlt eigene Programme aus und betreibt andere in Kooperation mit dem ZDF oder internationalen Partnern:
  • 1 Gemeinschaftsprogramm: Das Erste
  • 9 Regionale Programme („Die Dritten“): BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR
  • 3 Digitale Spartensender: Tagesschau24, One, ARD-alpha
  • 4 Kooperations- & Partnerschaftssender: KiKA, Phoenix, Arte, 3sat (gemeinsam mit ZDF u. a.) 
Hinweis zur aktuellen Entwicklung: Aufgrund des im Rahmen der Medienreform beschlossenen Reformstaatsvertrags werden die drei digitalen Spartensender (Tagesschau24, One, ARD-alpha) zum 31. Dezember 2026 eingestellt
📻 Radiosender (69 Sender)
Die Hörfunkprogramme werden komplett dezentral durch die einzelnen Landesrundfunkanstalten organisiert (z. B. Bayern 1, 1LIVE, NDR 2, Antenne Brandenburg). 
Hinweis zur aktuellen Entwicklung: Auch im Hörfunkbereich greift das Sparpaket der Bundesländer. Bis Anfang 2027 muss die ARD ihr terrestrisches Radioangebot um mindestens 16 Wellen reduzieren, sodass langfristig 53 Radiosender verbleiben.

Welche konkreten Radiosender in Ihrem Bundesland von den geplanten Streichungen oder Zusammenlegungen betroffen sind?

Für das Bundesland Bremen gibt es eine gute Nachricht: Beim dort ansässigen kleinsten ARD-Sender, Radio Bremen, wird bis zum Inkrafttreten der Reform Anfang 2027 voraussichtlich kein eigener Radiosender komplett gestrichen.
Der Grund dafür liegt in der Berechnungsformel des neuen Reformstaatsvertrags. Die Bundesländer haben festgelegt, dass jede Landesrundfunkanstalt künftig standardmäßig vier terrestrische Radiowellen betreiben darf (plus Zusatzwellen für bevölkerungsreiche Länder). 
Da Radio Bremen genau diese vier klassischen Wellen ausstrahlt, ist die Flotte zahlenmäßig bereits im Soll: 
  1. Bremen Eins (Oldies & Pop, Regionales)
  2. Bremen Zwei (Kultur & Reportagen)
  3. Bremen Vier (Pop & aktuelle Hits)
  4. Cosmo (Das internationale und interkulturelle Programm, das Radio Bremen in enger Kooperation mit dem WDR und dem rbb betreibt)
Wo spürt Bremen die Reformen dennoch?
Auch wenn kein Sender verschwindet, greifen Kooperationen im Hintergrund. Um Kosten zu senken, teilen sich die ARD-Sender künftig vor allem am Abend, in der Nacht oder bei Spezialformaten (wie Nachrichten- und Infoblöcken) mehr gemeinsame Programmelemente. Zudem setzt Radio Bremen ohnehin stark auf „Shared Services“ mit dem benachbarten NDR, um Verwaltungskosten einzusparen. 
Zum Vergleich: Wo wird in Norddeutschland gestrichen?
Während Bremen verschont bleibt, trifft die Streichliste andere Anstalten hart. Beim direkten Nachbarn, dem NDR, fallen bis 2027 drei bekannte digitale Zusatzangebote komplett weg: 
  • NDR Schlager (Das Digitalradio für Schlagermusik)
  • NDR Blue (Musik abseits des Mainstreams)
  • NDR Info Spezial (Zusatzkanal für Parlamentsdebatten oder Sportübertragungen) 

Und wie sieht es Bundesweit aus mit Streichung von Radiosendern
Auf Bundesebene führt der Reformstaatsvertrag zu einer massiven Bereinigung des öffentlich-rechtlichen Hörfunks: Bis Anfang 2027 fallen insgesamt 20 Radiokanäle aus dem klassischen, terrestrischen Angebot (UKW und DAB+).
Während die Bundesländer jeder ARD-Anstalt ein Grundkontingent von vier Hauptwellen garantieren, trifft die Streichwelle vor allem die digitalen Zusatz- und Spartensender der großen Landesrundfunkanstalten. 
Die beschlossene bundesweite Streichliste der ARD-Radiosender im Überblick:
❌ Diese Sender fallen weg (Auswahl nach Anstalt)
  • Bayerischer Rundfunk (BR): Der BR verliert vier Angebote im terrestrischen Netz. Darunter fallen PULS (die junge Welle), BR24live (Ereignis- und Parlamentskanal), BR Verkehr sowie BR Schlager. 
  • MDR (Mitteldeutscher Rundfunk): Hier werden drei digitale Wellen gestrichen – MDR Klassik, der Kinderkanal MDR Tweens sowie die MDR Schlagerwelt. 
  • WDR (Westdeutscher Rundfunk): Beim größten ARD-Sender entfallen die Sonderkanäle WDR Event (für Sportberichte und Live-Übertragungen) sowie das digitale Kinderradio WDR Die Maus. 
  • NDR (Norddeutscher Rundfunk): Wie bereits erwähnt, verabschieden sich hier NDR Schlager, NDR Blue und NDR Info Spezial aus dem Radio.
📱 Was passiert mit den Inhalten?
Das Aus für die terrestrische Verbreitung bedeutet nicht zwingend, dass alle Redaktionen komplett geschlossen werden. Erfolgreiche Formate und gezielte Musikangebote (wie Hörspiele für Kinder oder Spezialmusik) werden zu reinen Digitalangeboten umgebaut. Sie sind künftig ausschließlich im Internet oder als Abruf-Inhalte in der ARD Audiothek zu finden. 
🤝 Mehr Kooperationen statt eigener Wellen
Die Sender, die bestehen bleiben, müssen ab 2027 deutlich enger zusammenarbeiten. Vor allem in den Abend- und Nachtstunden wird es vermehrt Gemeinschaftsprogramme geben, bei denen sich mehrere Landesrundfunkanstalten ein und dieselbe Sendung teilen (etwa bei den Kultur- oder Infowellen), anstatt parallel eigene Moderationen zu finanzieren. 
Möchten Sie Details zu einer bestimmten Musikrichtung (wie Klassik oder Schlager) wissen und erfahren, wo Sie diese Inhalte künftig digital finden können?

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