Großrazzia nach Schüssen in der Bremer Neustadt
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Am Wochenende wurde dort ein Mann angeschossen. In diesem Zusammenhang kontrollieren rund 70 Einsatzkräfte mehr als 20 Objekte. Die Polizei spricht von kriminellen Strukturen.
Nach Angaben der Polizei wurden Personen, bekannte Treffpunkte und mögliche Rückzugsorte kontrolliert. Auch Rauschgift- und Sprengstoffspürhunde waren demnach im Einsatz. „Die heutigen Maßnahmen richten sich gegen Straßenkriminalität, Ordnungsstörungen und mögliche Rückzugsräume krimineller Strukturen“, erklärte Polizeisprecher Nils Matthiesen.

Die Aktion mit rund 70 Einsatzkräften stand im Zusammenhang mit einer Schießerei am vergangenen Sonntagmittag im Ortsteil Huckelriede. Dabei wurde ein 42-jähriger Mann von einem unbekannten Täter angeschossen. Er wurde am Bein verletzt, zwischenzeitlich soll Lebensgefahr bestanden haben. Man ermittele weiter mit Hochdruck, heißt es seitens der Ermittler.
Täter und Opfer kannten sich nach bisherigen Erkenntnissen. Eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung sehen wir derzeit nicht.
Polizeisprecher Nils Matthiesen
Mehrere Behörden waren an den Kontrollen beteiligt, darunter das Ordnungsamt, der Zoll, das Finanzamt sowie die Gewerbe- und Glücksspielaufsicht. Jede Behörde schaue mit ihren eigenen Befugnissen hin, so Matthiesen. Durch die Maßnahmen erhoffe man sich zudem, dass sich weitere Hinweise zu dem versuchten Tötungsdelikt am Sonntag ergeben.
Innensenatorin Eva Högl (SPD) erklärte schriftlich, man verfolge Gewalt und schwere Straftaten in Bremen konsequent. „Die Schussabgaben – zuletzt am vergangenen Sonntag – verunsichern nachvollziehbar alle Anwohnerinnen und Anwohner in der Neustadt. Daher reagieren wir umgehend und entschlossen mit den gebotenen Maßnahmen“, so die Senatorin.
Die Polizei teilte außerdem mit, dass ab Freitag eine mobile Wache in Huckelriede eingerichtet wird.
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