Bald ist es soweit und wir treffen zu einem Interview die Gruppe Karat hier in Bremen.Seit darauf gespannt !..........

Oktober 6, 2026

Neuenlander Straße ab November ein Nadelöhr: Staus und Wartezeiten

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cars on road during daytime

cars on road during daytimeEnde November wird die Unterführung im Kreuzungsbereich Neuenlander Straße/Kattenturmer Heerstraße gesperrt, Pendler aus dem Bremer Umland müssen sich auf Umwege einstellen. Die Anwohner brauchen gute Nerven.

Das wird eine Nervenprobe für die Anwohner in der Neustadt und für Autofahrer, die nach Bremen hinein und aus der Stadt heraus wollen: Im Kreuzungsbereich Kattenturmer Heerstraße und Neuenlander Straße wird es ab November massive Eingriffe in den Verkehr geben. „Das wird eine sehr, sehr große Herausforderung“, sagt Jörn Kück, Abteilungsleiter bei der Autobahngesellschaft Deges, die das millionenteure Vorhaben umsetzt.
Die Neuenlander Straße ist eine der Hauptverkehrsschlagadern Bremens, vor allem für Pendler aus dem südlichen Umland. Für den Transportverkehr ist sie eine wichtige Verbindung zum Güterverkehrszentrum.
Weil die Unterführung im Kreuzungsbereich Kattenturmer Heerstraße und Neuenlander Straße zunächst von November bis Januar komplett gesperrt wird und anschließend ab Sommer 2027 bis Ende 2030 ein weiteres Mal, müssen sich Autofahrer auf Staus und Wartezeiten einstellen. Anwohner, vor allem der Kornstraße und des Kirchweges, müssen mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen rechnen, weil Autofahrer diese Straßen als Ausweichstrecke nutzen werden.
Warum ist die Baustelle nötig?
Der Bau der Autobahn schließt an dieser Stelle eine Lücke. Bisher endet die A281 am Neuenlander Ring. Sie soll mehr oder weniger parallel zur Neuenlander Straße zwischen Metro und Flughafen bis Herbst 2030 mit der heutigen Unterführung im Kreuzungsbereich Kattenturmer Heerstraße und Neuenlander Straße verbunden werden. Die bisherigen Arbeiten hatten so gut wie keine Auswirkungen auf den Verkehr auf der Neuenlander Straße. Aber das ändert sich, wenn die Unterführung gesperrt wird.
Was genau passiert an der Stelle?
Heute fließt der Verkehr auf zwei Ebenen. Es gibt die oberirdische Kreuzung Kattenturmer Heerstraße/Neuenlander Straße und die darunter liegende Ost-West-Verbindung aus Richtung Autobahnzubringer Arsten. Die Unterführung muss gesperrt werden. Oberirdisch fallen zwei Linksabbieger weg – und zwar auf der Neuenlander Straße stadtauswärts und auf dem Autobahnzubringer Arsten stadteinwärts. „Das wird dazu führen, dass sich der Verkehr verlagert“, sagt Kück. Dazu werden weitere Ampeln aufgestellt, was den Verkehrsfluss behindern wird. Lediglich von Februar 2027 bis voraussichtlich Juli 2027 wird die Unterführung stadteinwärts befahrbar sein.
Was bedeutet die Verkehrsverlagerung für einzelne Straßen?
Zahlenmäßig am stärksten wird die Karl-Carstens-Brücke betroffen sein. Hier rechnen die Planer bei der ersten Tunnelsperrung mit knapp über 4000 zusätzlichen Fahrzeugen am Tag. „Das ist noch verkraftbar“, sagt Kück. Das gilt auch für die Habenhauser Landstraße (plus 1000 Fahrzeuge am Tag) und die Habenhauser Brückenstraße (plus 1200 bis 2100 Fahrzeuge).
Deutlich schwieriger wird das Aufkommen in der Kornstraße und auf dem Kirchweg zu bewältigen sein. Zunächst geht die Deges von 2300 zusätzlichen Fahrzeugen auf der Kornstraße und 900 Autos auf dem Kirchweg aus. Werte, die bei der zweiten Sperrung ab Juli 2027 auf bis zu 4700 Fahrzeuge (Kornstraße) und 3200 (Kirchweg) steigen könnten. Grund für den Anstieg ist, dass sich in der Zeit mehrere Maßnahmen, unter anderem bei der Sanierung der A1-Weserbrücke, überlagern. Das wird auch mehrere Kilometer stadteinwärts auf der Wilhelm-Kaisen-Brücke (plus 2200 Fahrzeuge) spürbar sein.
Wie groß ist das Verkehrsaufkommen heute?
Insgesamt wird die Neuenlander Straße von über 50.000 Fahrzeugen jeden Tag befahren. Auf dem Autobahnzubringer Arsten sind täglich um die 40.000 Fahrzeuge unterwegs, über die Kattenturmer Heerstraße kommen und fahren rund 30.000 an und ab. Die Kornstraße nutzen jetzt zwischen 10.000 und 13.000 Autos.
Was ist mit A281-Lückenschluss gemeint?
Die Verbindung von A1 und A27 mithilfe der A281 ist eines der größten Infrastrukturprojekte Norddeutschlands. Seit Jahrzehnten wird daran gebaut, auch weil mehrere Prozesse gegen den Bau der Strecke geführt wurden. Stand heute wird die Fertigstellung der A281 circa 1,7 Milliarden Euro gekostet haben. Allein der aktuelle Abschnitt im Bereich Neuenlander Straße und Flughafen, ungefähr 1,9 Kilometer lang, wird 366 Millionen Euro kosten, rund 70 Millionen davon zahlt Bremen.
Eine zweite Lücke befindet sich weiter nordwestlich zwischen Seehausen und dem Stahlwerk. Hier soll ein Wesertunnel die A281 an die A27 anbinden. Mit der Fertigstellung dieses Abschnitts rechnet die Deges ebenfalls Ende 2030. Bis dahin wären dann, beginnend beim Aufstellen des Flächennutzungsplanes, über 45 Jahre vergangen.

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